Knackpunkt Rheinkraftwerk

Deutschland geht voran: Kraftwerke am Hochrhein werden als Biberhindernisse entschäft.

Die Kraftwerke am Hochrhein sind für die Biber auf ihrem Weg Rhein abwärts in Richtung Basel grosse Hindernisse. Deshalb kurbelt HALLO BIBER! - Grenzen überschreitend - kräftig an den Barrieren. Das Kraftwerk in Rheinfelden (D) ist exemplarisch: Hier droht den Bibern am Rechen im Oberwasserkanal Ertrinkungsgefahr. HALLO BIBER! und die Biberschutzbeauftragte des Regierungsbezirks Freiburg, Bettina Sättele, haben den Kraftwerksbetreibern jetzt vorgeschlagen, den Bibern einfache Ausstiegshilfen zu schaffen. Dahinter könnten die Biber nach kurzem Landgang unterhalb des Kraftwerks gefahrlos wieder ins Wasser steigen. Erfreulicherweise zeigten sich die Kraftwerkshehörden gesprächsbereit und willens, diese Biberfalle zu entschärfen.

Das gleiche Unternehmen, die Energiedienst Holding AG, betreibt auch das Kraftwerk Wyhlen (D). Dieses versperrt den Bibern direkt unterhalb des nächsten Bibervorkommens vor Basel den Weg. In einigen Monaten wird die Fischtreppe des Kraftwerks umgebaut und deren Funktion verbessert werden. Eine gute Gelegenheit, dafür zu sorgen, dass die Biber das Kraftwerk auf diesem Weg umwandern können. Auch hier ist HALLO BIBER! auf offene Ohren gestossen.

Und auf der gegenüberliegenden Schweizer Seite? Das von uns gemeinsam mit den Fischereiverbänden geforderte Umgehungsgewässer - eine Art künstlicher Bach - zur Verbesserung der Durchgängigkeit des Kraftwerks Augst für Fische und Biber ist leider vom Tisch. Die Bundesbehörden haben anders entschieden. Immerhin: Die von uns vorgeschlagenen ergänzenden Massnahmen, z.B. die Schaffung von Ein- und Ausstiegshilfen für Biber oder die Entschärfung von Gefahrenquellen, sind aufgenommen worden. Wir arbeiten gemeinsam mit den Kraftwerksbetreibern an Verbesserungen. Eine erste Ausstiegs- und Umgehungshilfe bei der Schiffahrtsschleuse ist bereits gebaut.